Eine Kamera kann ich immer noch nicht mein eigen nennen, denn den USA-Besuch habe ich kurzfristig (6 Sunden vor Abfahrt) verschoben und gegen eine Poolparty getauscht. Nicht die schlechteste Wahl, denn bei ca. 35 Grad im Schatten gibt es wohl nichts geileres als ein paar lockere Bierchen zu trinken, etwas zu planschen und abends noch den Grill zu erhitzen. Die Party danach im Barrio habe ich dann aus humanitären Gründen absagen müssen - das waren fast Turnierbedingungen am Samstag und es war leider kein Sanitäter mit Wodka-Brause in der Nähe um mich von meinem Sonnenstich zu heilen. Ebensowenig ein Mädel mit Zöpfen, Brixi...
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| Poolparty y mas |
Tags drauf gab es dann den letzten Playoff-Auftritt der Rayados zu Monterrey zu sehen - ähnlich wie unser ruhmreicher Club haben die Jungs das Ticket zum Finale in der dritten Minute der Nachspielzeit verzockt. Und ich als Jubelfan habe mich schon auf eine rauschende Meisterschaftsfeier eingestellt - aber da muss ich jetzt ein halbes Jahr warten, denn dann beginnt die nächste Runde (2 Saisons pro Jahr - das Männerherz schlägt höher)!
Sonntags wollten wir ausserdem noch ins VIP-Kino, da wir keine Karten mehr bekommen haben sind wir am Montag gegangen. Das ist echt mal ne Marktlücke für Deutschland, neben nem individuell verstellbaren Riesensessel kann man bei einem Kellner auch alles bestellen was das Herz begehrt, von Sushi über Popcorn bis hin zu einem gepflegten dunklem Bier. Werde dieses Geschäftsmodell mal der Eva vorstellen - wird sicherlich ein Riesenerfolg!
Ansonsten habe ich die üblichen Sachen gemacht, die man in Mexiko so unter der Woche tut: Tacos-Essen, Shoppen, wenig Sport treiben (einmal Joggen in 2 Wochen langt), Bier trinken, Entspannen und megaviel Arbeiten. Ihr werdet es sicherlich nicht glauben, aber hier in Mexiko steht die Arbeit mehr im Vordergrund als mir bewusst war. Zumindest bei uns in der Firma bin ich einer der ersten der geht - viele bleiben bis mindestens 8 Uhr - bei einem Arbeitsbeginn um halb 8 morgens. Das die Produktivität aber trotzdem gering ist liegt an den vielen Verteilzeiten (wie es betriebswirtschaftlich so schön heisst): un cafesito, "wichtige" Besprechungen, tausend Abstimmrunden und Pläuschchen mit den Kollegen - high context wie es im Lehrbuch steht.
Ein paar Kuriositäten zum Abschluss, bevor ich mich mal wieder dem Barrio hingebe:
- mexikanische Männer sind absolute Kavaliere, beim Einsteigen in den Bus werden erst die Damen vorgelassen dann kommen die chavos.
- das Bier ist echt super, hier die Sorten für Dich Dave zum mitschreiben, diesesmal in der Kategorie "nach 5 keinen Schädel":
Dos Equis Lager
Indio
Negra Modela
Tecate
- Mañana kann tatsächlich alles bedeuten, von morgen bis hin zu drei Wochen (siehe meine grandiose Fritz-Mailadresse)
- "Te gusta el picante?" - "Magst Dus scharf (das Essen!!!)" ist eine ernstgemeinte Frage - man sollte sie immer mit "Ja" beantworten wenn man was erleben will!
- hier leben eindeutig die freundlichsten Menschen die ich je kennengelernt habe - man wird sofort überall hin eingeladen, rumchauffiert und ist dabei - alles mit einem lockeren "No hay pedo" abgerundet.
- Simpsons auf Spanisch ist wie ein Hommage an den guten alten Bienenmann (zustimmender Applaus!)
- Gibt es etwas was schlecht schmeckt wenn man es mit Käse überbäckt? In Mexiko glaube ich nicht...
In diesem Sinne, buen provecho und ein schönes Wochenende.
Danke fürs fleissige Kommentieren und "Ins-Gästebuch-Schreiben" - das muss belohnt werden!
Der 1.000 Besucher dieser Seite bekommt als Präsent das Ringelsöckchen von Mäx im aktuellen Kalenderbild. Und vielleicht noch was anderes aus Mexiko. Screenshot genügt.
Euer maestro aleman,
Tobse, whitest boy in town - aber immer noch ohne Auto.
Das muss sich ändern...
Mañana!


